Angstmacherei oder Notwendigkeit

Das Thema Krisenvorsorge ist seit den jüngsten Ereignissen wieder in aller Munde. Man wird sich nicht für alle denkbaren Vorkommnisse optimal vorbereiten können. Es gibt keine allgemeingültigen „Patentlösungen“, die auf jede Situation und für jeden Menschen gleich gut passen. Wer aber gar nichts tut, wird grundsätzlich ganz schlechte Chancen haben.

Eine vernünftige Vorsorge muss nicht zwangsläufig auf die schlimmste anzunehmende Apokalypse ausgelegt sein. Schon eine kleine bis mittlere Krise ist ausreichend, um die meisten Menschen an ihre Grenzen zu treiben. Neben Krieg gibt es noch weitere Gründe einer wahren Überlebenskrise. Während bei der Wirtschaftskrise das Geld wertlos werden kann und man bei einer Naturkatastrophe tagelang abgeschieden sein kann, funktionieren bei einem Stromausfall weder Bargeldautomaten noch Kühlgeräte. Es gibt keine PERFEKTE Vorbereitung, aber mit einigen Vorkehrungen können Sie Verantwortung für ihr Leben übernehmen und dieses in Krisenzeiten massiv verbessern.

Krisen sicher meistern

Finanzen

Die wichtigste Devise ist „Papier“ in „handfeste“ Werte umzutauschen. Sollten Sie Ersparnisse haben und diese nicht verlieren wollen, sollten Sie nun handeln. Alles, was nur auf Papier existiert (Sparbücher, Lebensversicherungen, Bausparverträge, Aktien, Bargeld, etc.) kann wertlos werden, wenn die Gegenpartei dahinter nicht mehr zahlen will oder kann. Daher kann es sinnvoll sein, alle langlaufenden Sparverträge, Lebensversicherungen, Fonds, etc. aufzulösen. Tagesgeldkonten können Sie behalten, sofern Sie täglich die aktuelle Situation kritisch beobachten und bei dem kleinsten Anzeichen eines möglichen Crashs das Geld herunterholen. Aber Achtung Bankenschließungen und Währungsreformen kommen immer extrem plötzlich, damit ist es der Mehrzahl der Menschen nicht mehr möglich, ihr Geld zu retten. Schulden jeglicher Art sind nach Vertragsrecht zu begleichen und sollten, wenn möglich getilgt werden.

TIPP! Wasser filtern!

Dazu gibt man in eine große Blechdose oder ein Fass etc. eine ca. 5 cm dicke Schicht aus Kieselsteinen und darauf ein Stück feinen Stoff. Darüber platzieren Sie eine Schicht mit Ton oder Holzkohle vermischten Sand und darauf eine Schicht von 5 cm reinem Sand. Als Abschluss kommt darüber erneut ein Stück feiner Stoff. Dann lassen Sie das zu reinigende Wasser hindurch tröpfeln, rinnen darf das Wasser nicht. Nach ca. 100 Litern muss der Filter erneuert werden. Das so gefilterte Wasser muss dann noch entkeimt werden. Die klassische Methode ist es, das Wasser mindestens 10 Minuten abzukochen oder das Wasser in eine Plastikflasche füllen und in die Sonne legen. Die Ultraviolettstrahlung im Sonnenlicht tötet die Keime ab. Kippen Sie das Wasser mehrfach um, dann wird es wieder mit Sauerstoff angereichert. Eine sehr gute Investition ist deshalb ein Wasserfilter auf Aktivkohlebasis. Auf jeden Fall sollte man einen kleinen mobilen Filter im Haus haben.

Stromausfall

Sobald der Strom ausfällt, fehlen meist sofort Licht und Heizung und sogar bei der Wasserversorgung kann es zu Problemen kommen. Einen Vorrat an Kerzen und Feuerzeugen sollten Sie auf jeden Fall besitzen. Eine gute Taschenlampe und batteriebetriebenes Radio mit entsprechendem Batterievorrat, noch besser Dynamolampen und Kurbelradio, gehören zur Grundausstattung. Beim Lebensmittelkauf denken Sie daran, dass gekühlte Lebensmittel schnell verderben und bei Lebensmitteln, die gekocht werden müssen, Campingkocher mit Gaskartuschen nötig sein werden. Das Problem der Heizung ist nicht „mal schnell“ in den Griff zu bekommen. Als Erstausstattung stellen Sie sicher, dass Sie ein paar warme Decken im Haus haben. 

VIDEO: BAU EINER MINIHEIZUNG

 


8 Tipps für eine Krisenvorsorge

 

  1. Bewahren Sie so viel Bargeld im Haus auf, dass Sie im Zweifelsfall zwei, besser vier Wochen nicht auf die Bank bzw. an den Bankautomaten gehen müssen. Falls Banken geschlossen werden und auch Kartenautomaten nicht mehr funktionieren, sollten Sie in der Lage sein noch etwas im Supermarkt einzukaufen oder auch ihr Auto volltanken zu können.
  2. Besorgen Sie sich Gold und Silber zur Werterhaltung des Vermögens und als Basis für neue Investitionen. Alternativ dazu funktionieren auch Tauschartikel wie Kaffee, Tabak, Hygieneartikel, Feuerzeug, Kerzen, Seifen, Batterien, LED Lampen, …
  3. Lagern Sie Toilettenartikel, Essensvorräte und Wasser für mindestens zwei Wochen, besser für ein paar Monate. Geeignet sind lang haltbare eingekochte und getrocknete Lebensmittel und Konservennahrung. Nicht zuletzt kann man sich auch aus der heimischen Natur ernähren. Einheimische Pflanzen und Bäume können als wertvolle Nahrungsquelle dienen, wie Brennnessel, Giersch, Buche, Birke, Ahorn, Eicheln, Löwenzahn, Beeren, Pilze usw. Informieren Sie sich jetzt!
  4. Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollten Sie auch davon immer einen gewissen Vorrat im Haus haben.
  5. Falls Sie in einer Stadt wohnen, überlegen Sie sich, wo und ob Sie im Notfall ländlich, unauffällig und abgeschieden unterkommen können, eine Fluchtburg sozusagen.
  6. Eignen Sie sich besondere Fähigkeiten an, die in einer derartigen Krise für Sie und andere nützlich sein könnten. Zum Beispiel Geräte und Autos flicken, Selbstverteidigung oder Kenntnisse über Gemüse- und Obstanbau.
  7. Es kann unabhängig von einer Krise verschiedene Gründe geben, warum Sie innerhalb von Sekunden Ihr Domizil verlassen müssen (Feuer, Überschwemmungen, Verseuchung, etc.). Dann sollten Sie eine Tasche oder besser einen Rucksack griffbereit haben. In dieser Tasche sollten Sie Bargeld, die wichtigsten Papiere, komprimierten Nahrungsmitteln, Zelt, Wasserfilter, Toilettenartikel, Medikamente, gute und praktische Kleidung, Adressen und Telefonnummern von Familie und Freunden parat haben.
  8. Ein gutes Netzwerk und gute Gemeinschaften können wesentlich effektiver in der Krise sein, als massenhaft Vorräte im Keller.

Noch eine Weisheit, die Buddha zugeschrieben wird:

„Glaubet den Lehrern nicht, glaubet den Büchern nicht, glaubet auch mir

nicht. Glaubt nur das, was ihr selbst gründlich geprüft und als euch selbst

und den anderen zum Wohle dienend erkannt habt.“

Damit wollen wir sagen, dass auch die obigen Empfehlungen nur Gedankenanregungen sein können. Jeder ist selbst für seine Handlungen verantwortlich, um in der jeweiligen Situation mit Hausverstand zum besten Wohle für sich und sein Umfeld zu agieren!

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